Schatzinsel im Wandel

Naturschutz und Nachhaltigkeitsforschung im Sokotra-Archipel

Das Sokotra-Archipel ist eine dem Jemen zugehörige Inselgruppe vor dem Horn von Afrika. 2008 wurde es von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt, denn es weist aufgrund seiner Vorgeschichte zu Wasser wie zu Lande eine weltweit einzigartige Tier- und Pflanzenwelt auf.
Diese Welt ist heute jedoch stark bedroht. Das Bevölkerungswachstum, verbunden mit der immer stärkeren Nutzung der Natur, dem Verlust traditioneller Bewirtschaftungsweisen, externen Entwicklungsinteressen und dem Klimawandel verändern die Insel-Ökosysteme.
Deren Schutz sowie nachhaltige wirtschaftliche Entwicklungsmaßnahmen sind dringend nötig. Gemeinsam mit der Umweltbehörde Jemens und dem UN-Umweltprogramm entwickelt Senckenberg ein Konzept, das unter anderem wissenschaftlich fundierte Naturschutzzonen ausweist und die nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen fördert.

Der Meeresbiologe Uwe Zajonz, seit 20 Jahren in den arabischen Meeren unterwegs, nimmt Sie mit auf eine bemerkenswerte Forschungsreise. Er arbeitet auf Sokotra mit dem Ziel, Nutzung und Schutz der Natur unter einen Hut zu bringen und dabei wissenschaftliche und traditionelle Methoden zu vereinen.

Uwe Zajonz unter Wasser. Foto: S.V. Bogorodsky

Was?
Vortrag „Schatzinsel im Wandel: Naturschutz und Nachhaltigkeitsforschung im Sokotra-Archipel“ von und mit Uwe Zajonz, Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum Frankfurt

Wann?
ACHTUNG, TERMINÄNDERUNG: Mittwoch, 15. Mai 2019, 19.15 Uhr (Einlass ab 18.45 Uhr)

Wo?
Hörsaal des Senckenberg Bodiversität und Klima Forschungszentrums, Georg-Voigt-Straße 14, 60325 Frankfurt

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Sofern Sie einen Behindertenparkplatz benötigen, setzen Sie sich bitte einige Tage vor dem Vortragstermin mit Dr. Julia Krohmer in Verbindung: julia.krohmer@senckenberg.de

Zähne der Zeit

Dem Klimawandel der Vergangenheit
auf der Spur

Heute erfahren wir immer mehr über die Klimabedingungen in längst vergangenen Zeiten. Auch auf Ernährungsweisen der Frühmenschen, die Vegetation vor Millionen von Jahren und die Ent-
wicklung ganzer Ökosysteme können Rückschlüsse gezogen werden. Und zwar anhand stabiler Kohlenstoff- und Sauerstoffisotope, die sich zum Beispiel in fossilen Böden und in versteinertem Zahnschmelz von Pflanzenfressern und Frühmenschen finden.

Bei diesem Vortrag gehen Sie auf Forschungsreise mit Dr. Tina Lüdecke – nicht nur durch den Raum, sondern auch durch die Zeit. Die Geologin vom Senckenberg Biodiversität und Klima
Forschungszentrum Frankfurt erforscht die Evolution früher Savannen und ihrer Bewohner in
Ostafrika, ist aber auch in anderen Regionen der Welt unterwegs.

Untersuchung fossiler Böden im Karonga-Becken in Nord-Malawi.
Foto: Heinrich Thiemeyer

Was?
Vortrag „Zähne der Zeit – Dem Klimawandel der Vergangenheit auf der Spur“ von und mit Dr. Tina Lüdecke, Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum Frankfurt

Wann?
Dienstag, 7. Mai 2019, 19.15 Uhr (Einlass ab 18.45 Uhr)

Wo?
Hörsaal des Senckenberg Bodiversität und Klima Forschungszentrums, Georg-Voigt-Straße 14, 60325 Frankfurt

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Sofern Sie einen Behindertenparkplatz benötigen, setzen Sie sich bitte einige Tage vor dem Vortragstermin mit Dr. Julia Krohmer in Verbindung: julia.krohmer@senckenberg.de

Von der Arktis zur Antarktis

Die Rolle kleiner Lebewesen im Meeresboden

Am kommenden Donnerstag sind Sie eingeladen, sich mit Senckenberg auf die nächste Forschungsreise zur Vielfalt zu begeben!

Diesmal wird es kalt: Die Senckenbergerin Dr. Gritta Veit-Köhler (Deutsches Zentrum für Marine Biodiversitätsforschung, Wilhelmshaven) nimmt Sie mit in die Arktis und Antarktis. Dort erforscht die Meeresbiologin die Meiofauna – das sind mikroskopisch kleine Wirbellose, die in der Bodenzone von Gewässern vorkommen.

Sind solche winzigen Lebewesen im Ökosystem wichtig? Und wenn ja, warum? Um diese Fragen zu beantworten, geht Gritta Veit-Köhler mit Ihnen auf Tauchfahrt.

Was?
Vortrag „Von der Arktis zur Antarktis: Die Rolle kleiner Lebewesen im Meeresboden“

Wann?
Donnerstag, 25. April 2019, 19.15 Uhr

Wo?
Hörsaal des Senckenberg Bodiversität und Klima Forschungszentrums, Georg-Voigt-Straße 14, 60325 Frankfurt

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

„Warum handeln wir nicht, obwohl wir so viel wissen?“

Dieser Frage stellt sich das Senckenbergforum zum Abschluss der Vortragsreihe “ Bedrohte Vielfalt – Der Artenschwund und seine Folgen“.

Fast 30 Jahre sind seit dem ersten globalen Klimagipfel in Rio vergangen – wie viel hat sich seitdem im Bewusstsein der Bevölkerung und der verschiedenen gesellschaftlichen Stakeholder getan? Welchen Stellenwert haben umweltrelevante Einstellungen für umweltgerechtes Verhalten? Wie lassen sich die dringend notwendigen gesellschaftlichen Veränderungsprozesse einleiten und befördern?

Diese und weitere Fragen diskutieren u.a. Prof. Dr. Katrin Böhning-Gaese, Direktorin des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum (SBiK-F) und Vizepräsidentin der Leibniz-Gemeinschaft sowie Prof. Dr. Thomas Potthast, Professor für Ethik, Theorie und Geschichte der Biowissenschaften an der Universität Tübingen.

Was? Senckenbergforum „Bedrohte Natur – bedrohte Menschheit: Warum handeln wir nicht, obwohl wir so viel wissen?“
Wann? Mittwoch, 27.02.2019, 19.15 Uhr
Wo? Hörsaal, Arthur-von-Weinberg-Haus, Robert-Mayer-Straße 2, 60325 Frankfurt